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Auszug aus dem:
VON REDAKTIONSMITGLIED Martin Rehm
Evi Kupfer, die Effeltricher Nr. 1, zeigte ihre Klasse mit 394 Ringen im Wettkampf gegen Laaber.
Zehn Schützen, fünf Duelle – und für Zuschauer ist das
Ergebnis eines jeden Schusses dank der digitalen Anlage sofort ersichtlich.
Die elektronische Übertragung der Schießergebnisse in Echtzeit erwies sich als Renner. Auf drei Leinwänden – im Schießstand, im Gastraum und im eigens aufgestellten Zelt – waren die über 200 Zuschauer zu jeder Sekunde der jeweils 40-minütigen Wettkämpfe über die erzielte Ringzahl der zehn Schützen und den genauen Zwischenstand informiert und konnten mitfiebern. Dies galt vor allem für den überaus spannenden zweiten Wettkampf der Effeltricher: Im Duell der beiden am Vormittag siegreichen Mannschaften mit der SG Laaber mussten die Gastgeber eine ganz bittere Niederlage einstecken. Bei den Fußballern würde man sagen: Lieber einmal 10:0 verloren als zehnmal 1:0. Bei den Effeltricher Schützen war dies ähnlich. Zum Verhängnis wurde ihnen die Regelung, dass nicht das Mannschaftsergebnis zählt, sondern jedes Duell der jeweils fünf Schützen einzeln. So unterlagen die Effeltricher mit 2:3, obwohl die Gesamtringzahl von 1928:1920 klar für sie sprach. Die höhere Ringzahl war ein Verdienst von Evi Kupfer, die ihr Duell an Position 1 gegen Manfred Kornprobst mit spitzenmäßigen 394 und damit zehn Ringen Vorsprung gewann. Allerdings bringt das ebenso nur einen Mannschaftspunkt, als wenn man hauchdünn mit einem Ring mehr siegt. Und so passierte es auf den Positionen 3 und 4: Christian Wolf (380) musste sich nach 40 Schüssen Maria Mirwald (381) knapp geschlagen geben. Und Stephanie Friedel (383) vergab mit einer 8 beim letzten Schuss gegen Ines Riemann (384) die Chance auf ein Stechen und den Sieg. Wolfgang Grau auf Position 5 gewann zwar 385:381 gegen Renate Spitzhirn. Doch Stefan Düsel auf 2 war trotz guter 386 Ringe gegen den herausragenden Gästeschützen Martin Plank (390) chancenlos. Im ersten Durchgang hatten sich die Effeltricher klar mit 4:1 gegen A. Hofer Fuchsmühl durchgesetzt. Dabei sorgte Stephanie Friedel mit 392 Ringen für die Topleistung (siehe auch nebenstehende Ergebnisübersicht). Die gleiche Ausbeute machte besagter Martin Plank beim 4:1-Sieg von Laaber gegen die SG Geroldsgrün. Für die beste Einzelleistung des Tages sorgte Kerstin Tusch (Fuchsmühl) mit 395 Ringen beim 3:2 im zweiten Durchgang gegen Geroldsgrün. Die Schützen selbst stehen bei einem Wettkampf in diesem Ambiente mehr im Mittelpunkt als sonst und brauchen vor allem eines: Nervenstärke. Die Anspannung steigt schon beim Einmarsch und der Vorstellung der Gladiatoren bei rockiger Musik. Beim zehnminütigen Einschießen unter strenger Aufsicht von Wettkampfleiter Walter Horcher erklingt Filmmusik aus „Spiel mir das Lied vom Tod“. Und während des Wettkampfes herrscht eine Geräuschkulisse durch Musik im Hintergrund, Kommentare des launigen Moderators Richard Eder und durch Zuschauerreaktionen. „Für die Schützen ist das schon störend, aber in der Bundesliga ist das Halligalli mit Kuhglocken und anderem viel größer“, sagt Bavaria-Schütze Stefan Düsel, „aber man muss den Zuschauern auch etwas bieten.“ Auf einer digitalen Anlage sei auch die Erwartungshaltung bei den Schützen höher. Aber eines ändere sich nicht: „Jeder Schütze muss sich jeden Schuss hart erarbeiten.“ Die Effeltricher erwiesen sich jedenfalls als guter Gastgeber und verteilten gleich Handzettel, auf denen sie einladen: zum nächsten „Heimspiel“ am Sonntag, 9. Dezember.
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