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Bayernliga Nord/Ost 5. Wettkampftag: Tabelle:
Bavaria-Team in guter Form
Bayernligamannschaft der Sportschützen von Bavaria Effeltrich holt zwei wichtige Siege in Neumühle (Amberg)
Zu Beginn der zweiten Saisonhälfte musste das Team aus Effeltrich wieder in die Oberpfalz, nach Neumühle bei Amberg reisen. Gleich die erste Partie versprach viel Spannung, denn man traf als Tabellendritter auf den Punktgleichen Tabellenzweiten, die SG Saltendorf. Erschwerend kam hinzu, dass Wolfgang Grau wegen Erkältung und einer Schulterverletztung komplett ausfiel. Der taktische Vorteil, der sich durch die Setzliste ergab, dass Wolfgang auf Position 4 und Stephanie Friedel auf Position 5 starten sollten, schien dabei nicht aufzugehen. So rutschte Stephi auf Rang 4 und Christian Wolf startete auf fünf.
Für das Team aus Effeltrich war klar, dass man hier Leistungsmäßig gut mithalten muß, sonst hätte man keine Chance auf einen der vorderen Tabellenplätze, die für die Aufstiegswettkämpfe in die Regionalliga wichtig wären. Nach einer guten intensiven Vorbereitung in den letzten 4 Wochen und einem sehr guten Vorbereitungswettkampf gegen die Überraschungsmannschaft des Jahres aus Sassanfahrt, war die Ansage in der Umkleidekabine klar und eindeutig: „Wenn wir auf Platz zwei klettern wollen, dann müssen wir Saltendorf jetzt und hier aus eigener Kraft schlagen!“ Mannschaftsführer Stefan Düsel machte jedem Schützen klar, dass er sich 100%ig auf seine Aufgabe konzentrieren müsste. Schon in der Vorbereitungsphase sah man die Anspannung in den Gesichtern der Schützen. Auch die Saltendorfer hatten schwer damit zu kämpfen. Christian Wolf startete gut in den Kampf und war mit 383 Ringen über seinem bisherigen Durchschnitt. Doch seinen Gegnerin, Claudia Haider, konterte ihn mit 389 Ringen aus und fuhr den ersten Punkt für Ihr Team ein. Evi Kupfer dominierte ihren Gegner Stefan Aichinger, der nach einer schwachen 91er Startserie schon sechst Ringe Rückstand hatte. Am Ende gewann Evi mit überragenden 392:384 auf Position eins. Sehr spannend wurde es auf Pos. 2 zwischen Andreas Geuther und Benjamin Moser. Nach zwei Serien war Moser einen Ring vorne, nach drei Serien war Geuther wieder einen Ring vorne. Doch nach einer schwachen 94er Schlussserie von Moser konnte Geuther beruhig mit einer 95er abschließen und gewann mit 389:387 Ringen. Der eigentliche Krimi spielte sich auf Position drei und vier ab. Während Düsel auf drei seiner Gegnerin gleich zu Beginn die Höchststrafe von 100 Ringen servierte, kam Stephi Friedel mit 94 noch nicht in die Gänge. Nach einer 97er und 99er Serie lag sie noch einen Ring vorne. Ihr Gegner Stefan Hofstetter beendete mit 384 Ringen und brachte Friedel damit so unter Druck, dass es nur zu einer 93er Endserie reichte und der Punkte mit 383:384 an den Saltendorfer ging. Während dessen erging es Düsel im Mittelteil auch nicht so gut, nach zwei 96er Serien kam seine Gegnerin Doris Kühnl bis auf zwei Ringe heran. Als sie dann noch mit einer starken 98er beendete, musste Düsel mit einer 97er ausschießen, um den Siegpunkt zu holen. Erst in der 56. Minute viel der vorletzte Schuß – eine Zehn. Doch nach drei Neunern im Anfangsteil war es der letzte Schuß, der über den Siegpunkt entscheiden musste. Genauso wie er es auch allen anderen auftrug, legte er sich diesen nach 4 Trockenanschlägen, zwei Minuten vor Schluß sauber zurecht und schoß die nötige Zehn, die zum Endergebnis von 389:387 und dem wichtigen 3:2 Teamsieg verhalf.
In der Mittagspause und in der Vorbereitung auf den zweiten Kampf gegen die Gastgeber aus Neumühle besprach man sich auch wieder ganz konsequent in der Kabine. „Ja wir haben den Sprung auf Platz zwei geschafft, doch der Sieg ist nichts wert, wenn man jetzt zu locker ans nächste Werk gehen würde! Der Kampf gegen einen vermeintlich „schlechteren Gegner“ kann oft viel härter und schwerer werden, als gegen stärkere Gegner. Deßhalb muß auch hier wieder „Vollgas“ von jedem Schützen kommen!“ so MF Düsel. Dieser startete auch am besten und schnellsten in den Kampf und beendete schon nach 27 Minuten mit 99,98,98 u. 98 und insgesamt 393 Ringen seine Partie und holte den ersten Punkt. Christian Wolf fand überhaupt nicht zur Anschlagsruhe und lief den guten Serien seiner Gegnerin hinterher. Mit 374:380 ging der Punkt an Neumühle. Stephi Friedel war etwas konstanter als am Vormittag und schoß auch etwas zügiger. Am Ende reichte es mit 383:382 für den zweiten Punkt. Andreas Geuther bekam es mit dem Ex-Junioren-Nationalkaderschützen Julian Baehnisch zu tun und sie schenkten sich beide gar nichts. Nachdem Baehnisch mit 392 Ringen vor Geuther fertig war, musste dieser mindestens mit 98 Ringen beenden, um noch ins Stechen zu kommen. Und Andy behielt die Nerven und nutzte seine letzte Chance. Die 98 Ringe fielen und ab diesem Zeitpunkt schaute alles nur noch auf die Partie an Position eins zwischen Evi Kupfer und Nina Baehnisch. Nina setzte Evi mit 100 und 99 Ringen stark zu, schwächelte aber mit zwei 96er Serien am Ende und war mit 391 Ringen weit vor Kupfer fertig. Doch die Klasse von Evi spricht für sich, denn wenn jemand das Eisen aus dem Feuer holen kann, dann Evi. Nach 99 und 98 Ringen übertraf sie ihre Gegnerin mit nur einem Ring Unterschied 392:391. Dies war eine grandios starke Leistung. Somit war der Sieg für Effeltrich eigentlich schon perfekt, doch Andy Geuther konnte noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Im Stechschuß behielt er die Nerven und gewann den 4 Punkt zum 4:1 Sieg für Effeltrich mit 10:9.
Die mitgereisten Anhänger von Effeltrich waren begeistert und auch Stefan Düsel hob hervor, dass der Teamgeist stimme. Aber er warnte auch, dass man gerade jetzt absolut bodenständig und konzentriert arbeiten muß, und dass bei den noch ausstehenden vier Kämpfen sicher noch einer verloren gehen kann. „Wir werden uns auf keinen Fall irgendwelche überschwänglichen Zielsetzungen stecken, denn in der Rolle des Verfolgten gilt es jetzt erst jeden Kampf zu gewinnen, der zur Verteidigung der Tabellensituation nötig ist.“
Am 1. März ist Effeltrich wieder Ausrichter der Bayernliga und empfängt die Mannschaften Löhlitz, Geroldsgrün und den Tabellenführer Kastl. Dies ist der vorletzte Wettkampftag vor dem großen Finale am 15.3. in Kastl und verspricht „Hochspannung“. Die Bavaria will diesen Tag wieder in gewohnter Art und Weise mit drei Beamer-Leinwänden, mit Moderator und Festzelt ausrichten und erwartet volles Haus und natürlich viel Unterstützung für ihr Team.
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